Sonntag, 7. Oktober 2007

Legal, illegal, sch...egal ?!!!

SPON berichtet:

Bayerisches LKA und Zollfahnder spähen Rechner aus

Noch hat das Bundesverfassungsgericht Online-Durchsuchungen nicht erlaubt. Zollfahnder und bayerische LKA-Beamte haben sich nach Informationen des SPIEGEL dennoch Zugang zu privaten Festplatten verschafft - um Internet-Telefonate zu belauschen. Die Opposition spricht von Rechtsbruch.

Berlin - Der Zollfahndungsdienst hat in zwei Fällen auf private Festplatten zugegriffen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Abgeordneten Gisela Piltz hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Allerdings geschieht dies nicht, um die Festplatten der Verdächtigen auszulesen, sondern um ihre verschlüsselten Internet-Telefonate zu über-wachen. Auch das bayerische Landeskriminalamt bestätigt, dass es seit diesem Sommer in mehreren Fällen auf Computern Verdächtiger Programme installiert habe, um solche Inter-net-Gespräche abzufangen.

Rechtsbruch und SKANDAL !

(Link gefunden in der Handakte)

1 Kommentar:

MartinM hat gesagt…

Ich traue Skype irgendwie gar nicht über den Weg - warum, steht sogar in der Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Skype#Kritik

wo es u. A. heißt: "Das CERT NRW rät dringend davon ab, Skype im Landesnetz einzusetzen und sagt dazu: „Skype birgt erhebliche Gefahren. Die Software ist einfach zu installieren und erstaunlich effektiv darin, einen Weg ins Internet zu finden. Skype umgeht Firewallbeschränkungen. Hinzu kommt eine Gefährdung durch die mögliche Einschleusung von Schadsoftware. Der genaue Einfallsweg ist im Nachhinein nicht mehr nachvollziehbar und der externe Verursacher im Internet nicht mehr festzustellen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die fehlende Vertraulichkeit. Der zentrale Login-Server steht an unbekannter Stelle im Internet, die Verteilung erfolgt über Supernodes, zu deren genauer Arbeitsweise keine Veröffentlichungen existieren. Somit kann die Vertraulichkeit der mit Skype verschickten Nachrichten nicht sichergestellt werden.“

Vor diesem Hintergrund halte ich es für wenig wahrscheinlich, dass die Zollfahndung / das bayrische LKA einen "Spionagetrojaner" auf private Festplatten gespielt hat, sondern dass sie (wahrscheinlich mit dem Wissen der Betreiber) eine "Hintertür" in Skype benutzt haben.
Es reicht vermutlich aus, wenn die Abhörsoftware auf dem Server von Skype installliert ist.

Für diese Version würde auch das sprechen, was LKA-Sprecher Ludwig Waldinger auf tagesschau.de sagte: http://www.tagesschau.de/inland/ueberwachung8.html

Die Daten würden auf dem Weg zwischen den Kommunikationspartnern abgehört. Waldinger bestritt, dass zum Mithören der Voice-over-IP-Gespräche über eine heimlich auf dem Computer des Verdächtigen installiert Software, einen so genannten Trojaner, abgehört würde: 'Das würde technisch auch keinen Sinn machen.' Ein entsprechender Bericht des 'Spiegel' sei falsch, sagte Waldinger.