Donnerstag, 7. Februar 2008

Fiskus scannt 100.000 Webseiten am Tag ...

... berichtet FAZ.net:

Die deutschen Finanzämter durchforsten mit einer lernfähigen Suchmaschine täglich rund 100.000 Seiten im Internet nach Steuersündern. Das hat die Bundesregierung jetzt der FDP-Bundestagfraktion auf deren Anfrage hin mitgeteilt.

Dabei handelt es sich um eine spezielle Software namens Xpider, ... Sie wird mittlerweile aber auch unter anderem vom Bundeszentralamt für Steuern genutzt. Aufgespürt werden sollen mit dieser Software vor allem gewerbliche Internet-Händler auf Plattformen wie Ebay, die ihre Gewinne vor dem Fiskus verheimlichen. ... Deren Erkennung und Überprüfung erfolge anhand einer „lernfähigen Wissensmanagementkomponente". ... Bei verdächtigen Treffern holten die Finanzämter von den Internetauktions- und Handelshäusern „Einzel- und Sammelauskünfte" ein; sie könnten auch die Vorlage von Büchern, Aufzeichnungen, Geschäftspapieren und anderen Urkunden verlangen. Diese Auskunftsersuchen seien durch die Abgabeordnung gedeckt. ... Auf einer Internetseite für Nutzer der Verkaufsplattform Ebay wird bereits gewarnt: „Durch die schnelle Lernfähigkeit des Web-Crawlers wird Xpider während der Suche immer klüger, so dass er in Kürze mehr über den Online-Händler weiß, als diesem vielleicht lieb ist."

Technik, die begeistert, oder?

Kommentare:

Detlev T. hat gesagt…

Vor ein paar Monaten noch ein Schlag ins Wasser und jetzt das Super-Tool? Man mag gar nicht glauben, dass das dieselbe Software ist.

Anonym hat gesagt…

Ja, angesichst der komplett gegenteiligen Meinung von Telepolis sollte der Eintrag ergaenzt werden. So neutral sollte man sein.