Montag, 19. Mai 2008

Online-Kommunikation immer stärker überwacht

Wie bei BITKOM nachzulesen ist, überwachen staatliche Schnüffler Ermittler die Online-Kommunikation immer stärker:

So hat sich im vergangenen Jahr die Zahl der abgehörten Internet-Rufnummern (Voice over IP) mehr als verdreifacht: In 141 Fällen schnitten die Behörden mit. Auch auf E-Mail-Konten und komplette Internetzugänge griffen die Ermittler deutlich häufiger zu als im Vorjahr – mit Steigerungsraten von 45 und 57 Prozent. ... „Das Internet entwickelt sich derzeit zu einem festen Ziel von Ermittlungen", analysiert Prof. Dieter Kempf vom BITKOM-Präsidium. „Der Staat orientiert sich offensichtlich neu, hin auf moderne Kommunikationsformen."

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 46.486 Rufnummern, E-Mail-Adressen und Internetzugänge neu überwacht. Das ist eine Steigerung um elf Prozent gegenüber 2006. ... Die weitaus meisten Zugriffe gelten nach wie vor Mobiltelefonen. So stieg die Zahl der überwachten Handys 2007 um neun Prozent auf 39.200. Die Zahl der abgehörten Festnetz-Nummern liegt mit 5.078 knapp unter dem Niveau von 2006.

Ergo: Schnauze halten, Brieftauben anschaffen - und hoffen, dass der OSM die nicht auch noch abschießen will.

Kommentare:

doppelfish hat gesagt…

Und das kann garnicht schnell genug gehen, sagt der Gaga-Minister.

Anonym hat gesagt…

Ich verstehe sowieso nicht, warum so wenige Benutzer ihre Kommunikation nicht verschlüsseln. Bei Emails mit PGP/GnuPG, bei Messengern mit SimpLite, OTR, GPG, SecureIM etc..

Im Grunde so einfach!