Dienstag, 16. September 2008

Kommt bald die totale Netz-Überwachung?

... fragt die PC WELT:

Die Telekommunikationsbehörde der UNO, die International Telecommunications Union (ITU), plant Standards, mit denen sich die Kommunikation über das Internet leichter zum Sender zurückverfolgen lässt.

Totale Netz-Überwachung droht
Solche Standards würden zwar Denial-of-Service-Attacken (DoS) und das Versenden von Spam erschweren, hätten aber einen gravierenden Nachteil, den Bürgerrechtler nun anprangern: Auch die Privatsphäre unbescholtener Internetnutzer wäre gefährdet. Ließe sich jeglicher Datenverkehr im Internet zu seiner Quelle zurückverfolgen, wäre nach Ansicht von Jim Dempsey, dem Vizepräsidenten des amerikanischen Netzbürgerrechtsverband "Center for Democracy and Technology", die Meinungsfreiheit in Gefahr. Denn Regierungen könnten die IP-Rückverfolgung nutzen, um unliebsame Regierungskritiker ausfindig zu machen.
...
IP-Pakete sind mit einer Adresse versehen, die Aufschluss über ihre Herkunft und ihr Ziel geben. Im Internet leiten Router die Daten aber nur weiter und speichern keine Informationen über die Quelle und ihre Weiterleitungsziele. Ist die Quelladresse des Datenpakets ge-fälscht, lässt sich die Spur zum eigentlichen Sender nur schwer zurückverfolgen. ...
Telekommunikationsunternehmen sind eher aus finanziellen Gründen daran interessiert, mehr über die Herkunft der Daten zu erfahren. Da sie mit immer mehr SMS- und VoIP-Verkehr über Internet-Gateways zu tun haben, wollen sie ihr Recht geltend machen, vom Versender entsprechende Gebühren zu verlangen. Dazu müssen sie aber den Ursprung der Daten kennen ...

Der OSM wir begeistert sein ...

2 Kommentare:

RA Munzinger hat gesagt…

Vor diesem Hintergrund und der tatsache, dass gerade die Börsen abschmieren, sollte sich ein Investment in Brieftauben zur diskreten Datenübermittlung eigentlich lohnen.

Anonym hat gesagt…

Aber bitte unbedingt den Inhalt verschlüsseln, falls die Tauben so wie die Börse abschmieren!